Private Equity verständlich erklärt. Funktionsweise, Strategien und Zugang für Anleger
- Max Tech

- 16. Juli
- 10 Min. Lesezeit
Inhaltsverzeichnis
Die wichtigsten Punkte auf einen Blick
Börsennotiert versus Außerbörslich: Die täglichen Kurse am Aktienmarkt spiegeln oft nur kurzfristige Marktstimmungen wider, während Private Equity direkt in die reale Wertschöpfung nicht börsennotierter Unternehmen investiert.
Die Illiquiditätsprämie: Da Ihr Kapital über eine Laufzeit von meist 8 bis 12 Jahren fest gebunden ist, werden Sie als Anleger im Gegenzug mit dem Potenzial auf deutlich höhere Renditen belohnt, als sie an den volatilen öffentlichen Märkten üblich sind.
Die J-Kurve verstehen: In den ersten Jahren eines Private-Equity-Fonds sind die Renditen durch Gebühren und den Aufbau von Beteiligungen meist negativ, bevor erfolgreiche Unternehmensverkäufe in der zweiten Hälfte die Kurve steil nach oben drehen.
Aktive Wertsteigerung: Im Gegensatz zu passiven Aktieninvestments optimieren Private-Equity-Manager die Portfoliounternehmen operativ, strategisch und finanziell, um deren Wert bis zum finalen Verkauf (Exit) gezielt zu maximieren.
Demokratisierung des Zugangs: Während die Anlageklasse früher ausschließlich Großinvestoren ab Millionenbeträgen vorbehalten war, ermöglichen moderne Vehikel wie ELTIFs privaten Anlegern heute den Einstieg schon ab kleineren Summen.
Was ist Private Equity ?
Private Equity ist ein Sammelbegriff für Investitionen, die Eigenkapital in nicht börsengelistete Unternehmen investieren und sich in privatem Besitz befinden. Der Fokus liegt also auf Unternehmen, deren Anteile nicht täglich an der Börse gehandelt werden.
Der Großteil des Private Equity Universums besteht aus Start Ups oder KMUs die sich im Wachstum befinden, sowie aus etablierten Unternehmen, die sich noch nicht für einen Börsengang entschieden haben oder gezielt privat bleiben möchten. Viele mittelständische Unternehmen nutzen Private Equity auch zur Regelung der Unternehmensnachfolge oder für Buy‑and‑Build‑Strategien, bei denen kleinere Wettbewerber zugekauft werden.

Private Equity Anteile können entweder per direkt Beteiligung erworben werden, was jedoch aufgrund des hohen Risikos, der fehlenden Liquidität und des hohen Mindestkapitals eher selten vorkommt. Ohne das notwendige Know-How und die Zeit, für den damit verbunden Aufwand ist es sinnvoller, diese Art der Investition über Private Equity Fonds abzuwickeln. Dadurch wird eine größere Diversifikation und professionelles Management sichergestellt. Bei großen Asset Managern wird das Kapital der Investoren eingesammelt und sukzessive in gezielte Unternehmen investiert.
Wichtig zu wissen ist, das hierbei das Kapital der Investoren nicht auf einmal Investiert wird, sondern schrittweise mit jeder neuen Beteiligung. Die Investoren geben dem Fonds eine Kapitalzusage, und der Fonds ruft dieses Kapital („Capital Calls“) über mehrere Jahre ab, wenn sich passende Deals ergeben. Das bedeutet, dass das Kapital an den Investitionszeitraum gebunden ist und nicht wie Aktien täglich gehandelt werden kann. Die Anleger werden dafür aber mit einer Illiquiditätsprämie und damit potenziell deutlich höheren Renditen belohnt – auch wenn diese natürlich nicht garantiert sind.
Wie lauft ein Private Equity Investment ab ?
Grundsätzlich folgt ein Private‑Equity‑Investment einem relativ klaren Lebenszyklus:
Fundraising: Als erstes sammeln Private Equity Firmen Geld von institutionellen Investoren wie Pensionsfonds, Versicherungen und wohlhabenden Privatpersonen. Diese Investoren geben Kapitalzusagen in einen Fonds mit einer typischen Laufzeit von 8–12 Jahren.
Deal Sourcing und Analyse: Im zweiten Schritt sucht der Fonds passende Unternehmen und prüft diese intensiv in einer Due‑Diligence‑Phase. Dabei werden Finanzzahlen, Markt, Wettbewerb, rechtliche Themen und das Management genau analysiert, um Chancen und Risiken einzuschätzen.
Investition: Das eingesammelte Kapital wird dann schrittweise benutzt, um Anteile an Unternehmen zu erwerben oder ganze Unternehmen zu kaufen. Häufig wird dabei zusätzlich Fremdkapital eingesetzt, insbesondere bei Buyouts.
Wertsteigerung: Daraufhin folgt der lange Prozess, das neue Unternehmen zu optimieren. Dies kann durch die Anpassung der Geschäftsstrategien, Kostensenkungen oder die Entwicklung und Einführung neuer Produkte passieren. Auch Professionalisierung von Strukturen, Internationalisierung oder Akquisitionen anderer Firmen gehören dazu.
Exit: Das Ziel ist es, den Wert des Unternehmens langfristig zu steigern. Je erfolgreicher der Wert des Unternehmens wird, desto mehr Rendite wird für die Investoren erwirtschaftet. Nach einer Laufzeit von meist 6–10 Jahren werden die Anteile oder das ganze Unternehmen wieder verkauft. Das kann entweder durch einen IPO stattfinden, den Verkauf an ein anderes Unternehmen oder an einen anderen Investor. Nach dem Verkauf werden die Gewinne an die Kapitalgeber ausgezahlt.
Typisch für Private Equity Fonds ist die sogenannte J‑Kurve.
In den ersten Jahren sind die Renditen oft negativ, weil der Fonds Gebühren zahlt, Investitionen aufbaut und noch keine Exits stattfinden. Erst in der zweiten Hälfte der Fondslaufzeit werden erfolgreiche Verkäufe realisiert, und die Renditekurve „dreht“ nach oben, grafisch entsteht so eine J‑förmige Kurve. Das ist wichtig zu verstehen, weil Anleger sich von den anfänglich negativen Zahlen nicht irritieren lassen dürfen.

Ziele von Private Equity
Das Hauptziel eines Private Equity Unternehmens ist es, den Wert der Unternehmen im Portfolio zu steigern und damit eine höhere Rendite zu erzielen, als es am Aktienmarkt möglich wäre. Die Maßnahmen sind folgende:
Operative Verbesserung: Geschäftsprozesse optimieren, Kosten reduzieren und Effizienz steigern
Wachstumsstrategien: Erschließung und Ausbau der Märkte, Entwicklung und Einführung neuer Produkte, Kundengewinnung und strategische Zukäufe
Finanzielle Restrukturierung: Kapitalstrukturen optimieren, Abbau von Schulden oder Refinanzierungen
Die Steigerung der Rendite wird durch den erfolgreichen Verkauf oder durch Börsengänge erzielt, wenn das Unternehmen mit einem höheren Wert verkauft wurde. Bei dem Verkauf von Unternehmen gibt es verschiedene Exit Strategien. Die erste Möglichkeit ist ein Initial Public Offering (IPO), dies bedeutet, dass ein Unternehmen an der Börse gelistet wird und nun öffentlich handelbar ist, über den Aktienmarkt. Die andere Option ist der Verkauf an ein anderes Unternehmen. Dies kann ein größerer Konkurrent sein oder ein strategischer Zukauf eines Konzerns sein. Es ist aber auch möglich, dass es in die Hand eines anderen Private Equity Unternehmens oder institutioneller Investoren übergeht.
Private Equity Unternehmen fokussieren sich darauf die Diversifikation der Unternehmen innerhalb der Portfolios hoch zu halten. Damit kann gewährleistet werden, Risiko zu streuen und eine höhere Stabilität für die Investoren zu gewährleisten. Diversifikation kann durch das Investieren in verschiedene Branchen, Regionen und unterschiedliche Unternehmensgrößen gesichert werden.
Die aktive Beteiligung an der Geschäftsführung ist ein weiteres Mittel für Erfolg. In der Praxis bedeutet das weniger, dass der Investor den operativen Alltag steuert, sondern eher, dass er im Beirat sitzt, wichtige Entscheidungen mitprägt und das Management mit Expertise und Netzwerk unterstützt. Damit können Ressourcen clever eingesetzt werden, um das Managementteam zu stärken. Die Erfahrung hilft oft bei wichtigen strategischen Entscheidungen wie Akquisitionen, Partnerschaften und Expansionen. Deshalb wird der Fokus auf langhaltige Partnerschaften gelegt, um die Unternehmen im Portfolio nachhaltig zu entwickeln.
Wer kann in Private Equity investieren ?
In der Vergangenheit waren Private Equity Investitionen nur ausgelesenen Investoren wie Institutionellen Investoren, Unternehmen, PE-Fonds oder wohlhabenden Privatpersonen möglich. Diese Investoren mussten durch einen strengen Due Dilligence Prozess geprüft werden. Das bedeutet die Einhaltung der finanziellen und regulatorischen Anforderungen, sowie das erforderliche Fachwissen und die Risikobereitschaft.
Institutionelle Investoren
Als Institutionelle Investoren werden Pensionsfonds, Versicherungsunternehmen, Stiftungen, Universitätsfonds und Investmentfonds bezeichnet. Das Ziel ist es, hohe Renditen über einen langfristigen Zeitraum zu erzielen, um dieses Kapital für gemeinnützige Zwecke, Betriebskosten oder Diversifikation zu verwenden.
Unternehmen
Konzerne oder Unternehmen mit einem hohen überschüssigem Kapital nutzen Private Equity nicht nur, um Ihre Rendite zu steigern, sondern auch um gezielt Synergien zu nutzen. So erlangen Unternehmen Zugang zu neuen Technologien, Märkten oder Produkten, ohne alles selbst entwickeln zu müssen.
Private Equity Fonds
Unternehmen, die sich darauf spezialisiert haben, Kapital zu sammeln und dieses in nicht börsennotierte Unternehmen zu investieren. Diese Fonds verwalten das Kapital der Investoren und treffen die Investmententscheidungen. Sie sind damit die zentrale Schnittstelle zwischen Kapitalgebern und Zielunternehmen.
Wohlhabende Privatinvestoren
Auch genannt Ultra High Net Worth Individuals (UHNWI) oder High Net Worth Individuas (HNWI), sind vermögende Privatpersonen oder Family Offices, die die Möglichkeit haben, direkt in Private Equity zu investieren. Die Einstiegshürde lag früher oft bei mindestens 1 Millionen Euro.
Direkte vs. indirekte Zugänge
Direkter Zugang: Ein Investor beteiligt sich unmittelbar an einem Private Equity Fonds oder sogar direkt an einem Unternehmen. Das ist in der Regel nur für professionelle Investoren und sehr Vermögende möglich, da hohe Mindestinvestments, Illiquidität und hohes Risiko zusammenkommen.
Indirekte Zugänge: Privatanleger nutzen Vehikel wie Dachfonds, ELTIFs oder börsennotierte Private Equity Gesellschaften, um Zugang zu dieser Anlageklasse zu bekommen, oft mit geringeren Mindestbeträgen ab einigen Tausend Euro. Seit neuen Regulierungen in Europa, etwa ELTIF 2.0, wurde dieser Zugang gezielt erweitert. Trotzdem bleiben die Produkte komplex und sind eher für Anleger geeignet, die sich des Risikos und der langen Kapitalbindung bewusst sind.
Arten von Private Equity Strategien
Private Equity wird in verschiedene Investitionsphasen und Beteiligungsphasen unterteilt. Im folgenden werden die wichtigsten aufgelistet.
Strategie | Unternehmens-phase | Risiko/ Rendite-Profil | Typische Maßnahmen |
Venture Capital | Frühphase/ Start-Ups | Hohes Risiko, sehr hohe Renditechancen | Produktentwicklung, Markteintritt, Skalierung |
Growth Capital | Wachstums-unternehmen | Mittel bis hoch | Internationalisierung, Kapazitätsausbau |
Buyout (LBO/MBO) | Etablierte Firmen, oft mit Cashflow | Mittel, stark kreditfinanziert | Effizienz Nachfolge, strategische Neuausrichtung |
Mezzanine | Mischform aus FK/EK | Zwischen Anleihe und PE | Wachstums- oder Transaktionsfinanzierung |
Turnaround/ Distressed | Krisenunternehmen | Sehr hohes Risiko, hohes Renditepotential | Restrukturierung, Sanierung, Neuausrichtung |
Venture Capital: Unter Venture Capital versteht man das Investieren in die Frühphase von Unternehmen. Hier ist das Risiko für einen Totalverlust am höchsten, jedoch ergibt sich hier auch das höchste Rendite Potential für Anleger. Das Kapital wird meist benutzt um Produkte/Prototypen zu entwickeln oder das Umsatzwachstum zu steigern. Venture Capital wird oft auch als eigene Assetklasse definiert.
Growth Capital: Growth Investitionen oder auch Expansion Capital werden genutzt, um Wachstums- und Expansionskapital für Unternehmen bereitzustellen, die den Break-Even-Point erreicht haben und nun erste Gewinne erwirtschaften. Das Kapital wird verwendet um das künftige Wachstum zu fördern, z.B. bei regionaler Expansion oder Implementierung neuer Produkte.
Buyout Capital: Buyout Capital werden grundlegend in drei Kategorien unterteilt. Die erste Kategorie ist das Management-Buyout (MBO). Bei einem MBO wird ein bestehendes Unternehmensmanagement gemeinsam mit dem Private Equity Investor Miteigentümer. Das Management kauft sich in das Unternehmen ein und hat dadurch „Skin in the Game“, was bedeutet, dass das Management eine höhere Motivation hat, das Unternehmen erfolgreich weiter zu entwickeln, da es direkt davon profitiert. Die zweite Kategorie ist das Management-Buyin (MBI) also das genaue Gegenteil. In diesem Fall wird bei dem Zielunternehmen ein externes Management integriert oder die Übernahme mit Hilfe eines Investors durch ein fremdes Management angestrebt. Die dritte Option ist der Leveraged-Buyout (LBO). Bei dieser Variante wird das Zielunternehmen mit einem Fremdkapitalanteil von bis zu 90% übernommen. Das bedeutet, es kann sowohl ein MBO als auch ein MBI sein, wird aber stark über Kredite finanziert. Die Rückzahlung erfolgt aus den zukünftigen Cashflows des Unternehmens.
Mezzanine: Eine Mezzanine Finanzierung wird oft als Hybridkapital bezeichnet, da es sowohl Eigenschaften von Eigen- und Fremdkapital aufweist. Im Vergleich zum klassischen Private Equity Investment muss das Zielunternehmen keine Anteile abgeben und der Mezzanine Kapitalgeber erhält in der Regel keine klassischen Stimmrechte wie ein Gesellschafter. Mezzanine wird häufig genutzt, um Wachstums‑ oder Transaktionsfinanzierungen zu ergänzen, wenn zusätzliches Kapital benötigt wird, ohne die Gesellschafterstruktur stark zu verwässern.
Turnaround/Distressed: Hier investieren Private Equity Gesellschaften in Unternehmen, die in einer Krise stecken oder kurz vor der Insolvenz stehen. Das Ziel ist es, das Unternehmen zu sanieren, umzustrukturieren und wieder profitabel zu machen. Das Risiko ist sehr hoch, aber im Erfolgsfall kann die Wertsteigerung entsprechend deutlich ausfallen.
Vorteile und Risiken
Private Equity wird durch neue Regulierungen und kleinere Einstiegshürden immer attraktiver für Privatanleger. Doch ist es eine Allokation für jedes Portfolio geeignet ?
Die Vorteile
Mehr Rendite
Das stärkste Argument für Private Equity ist die hohe Rendite, die sich positiv auf das gesamte Portfolio auswirken kann. Historisch betrachtet konnten viele Private Equity Fonds, insbesondere die besten Manager, eine deutlich höhere Rendite erzielen als der breite Aktienmarkt

Aktives Management
Private Equity Unternehmen bringen langjährige Erfahrung, Expertise und Ressourcen mit, um die Portfoliounternehmen langfristig aufzubauen und zu entwickeln. Sie unterstützen bei Strategie, Finanzierungsstruktur, M&A‑Projekten und Governance.
Langfristiger Horizont
PE Investments können nicht wie Aktien an der Börse täglich gehandelt werden. Das Geld ist für einen Zeitraum für mindestens 6-12 Jahre gebunden. Dies zwingt Anleger zu einem langfristigen Denken, bietet dafür aber auch Chancen auf eine Illiquiditätsprämie und stabilere Unternehmensentwicklung, da kurzfristige Kursschwankungen keine Rolle spielen
Diversifikation
eeindruckend ist nicht nur die hohe Rendite, sondern auch die im Vergleich zu börsennotierten Märkten meist geringere gemessene Volatilität und die teilweise geringere Korrelation zu den Public Markets. Durch eine gezielte Beimischung kann man sein Portfolio strukturiert diversifizieren. Man sollte aber im Hinterkopf behalten, dass die scheinbar glatteren Wertverläufe auch daher kommen, dass Bewertungen nicht täglich, sondern nur periodisch erfolgen.
Die Nachteile
Hohes Risiko
Die Renditen sind zwar hoch, aber es ist ebenfalls möglich, seine Einlagen teilweise oder komplett zu verlieren. Geschäftsmodelle können scheitern, Marktumfelder sich ändern oder hohe Fremdkapitalquoten zum Problem werden. Auch gesetzliche Änderungen in der Regulierung können dazu führen, dass die Rendite sinkt. Das beinhaltet auch die Exit‑Risiken, wenn z.B. Börsenphasen ungünstig sind oder Käufer ausbleiben.
Illiquidität
Private Equity ist kein Investment für Anleger, die schnell an Ihr Geld müssen. Es ist über Jahre investiert und der Verkauf der Anteile benötigt Zeit. Sekundärmärkte existieren zwar, aber oft nur mit Abschlägen und für institutionelle Investoren.
Komplexe Strukturen
Der Aufbau und die Struktur von PE-Fonds sind oft komplex und erfordern Kenntnisse in der Branche. Gebührenmodelle (Management‑Fee, Performance‑Fee/Carried Interest), Kapitalabrufe und Ausschüttungen muss man verstehen, um das Investment richtig einordnen zu können.
Hohe Mindestinvestments
In der Vergangenheit lagen die Einstiegshürden meist über einer Millionen Euro. Mit der Zeit hat sich diese jedoch gesenkt. Heutzutage ist es möglich, schon ab wenigen Tausend Euro zu Investieren. Jedoch sollte man darauf Achten welche Kosten vorliegen. Oft rentiert sich das Investment bei niedrigen Summen nicht, da die Kosten im Verhältnis zu hoch sind.
Manager Abhängig
Die Qualität der Fondsmanagers ist ein weiter Punkt. Die Performance zwischen einzelnen Fonds ist enorm. Außerdem müssen Anleger mit der J‑Kurve leben. In den ersten Jahren sieht das Investment auf dem Papier oft schlecht aus, weil Kosten anfallen und Exits noch fehlen. Erst mit der Zeit zeigt sich, ob sich das Engagement wirklich gelohnt hat.
Fazit und nächste Schritte
Die reine Rendite Ihrer börsennotierten Aktien sagt wenig darüber aus, ob Ihr Gesamtportfolio optimal gegen Marktvolatilitäten geschützt ist, denn öffentliche Märkte lassen Sie oft nicht am echten, wertschöpfenden Wachstum abseits der Börse teilhaben. Eine professionell ausgewählte Private-Equity-Strategie kann diesen Effekt abfedern, indem sie durch aktives Management der Zielunternehmen und die Erschließung außerbörslicher Wachstumsmärkte eine strukturelle Illiquiditätsprämie erzielt, ohne dass Ihr Portfolio den täglichen Schwankungen des Aktienmarktes ausgesetzt ist.
Bevor Sie jedoch Kapital in diese Anlageklasse investieren, lohnt sich eine ehrliche Analyse Ihrer Liquiditätsbedürfnisse und Ihres langfristigen Anlagehorizonts, da das Kapital über mehrere Jahre fest gebunden bleibt. Im Rahmen des Anlage-Mandats der JS Advisors Group analysieren wir gemeinsam mit Ihnen, welcher Anteil Ihres Vermögens für langfristige Sachwertbeteiligungen infrage kommt und welche Zugangswege, ob direkt oder über moderne, regulierte ELTIFs, am besten zu Ihren persönlichen Zielen passen.
Häufige Fragen
Was unterscheidet Private Equity im Kern von einer klassischen Aktie? Der Hauptunterschied liegt in der Handelbarkeit und dem Einfluss, während Aktien täglich an der Börse gekauft und verkauft werden können, ist Kapital bei Private Equity über viele Jahre direkt in nicht börsennotierten Unternehmen gebunden, wo die Investoren jedoch aktiv die Geschäftsstrategie mitgestalten.
Wie lange ist mein Kapital bei einem Private-Equity-Investment blockiert? In der Regel müssen Sie mit einer Laufzeit von 8 bis 12 Jahren rechnen, da das Kapital nach der Zusage schrittweise über Jahre abgerufen, investiert und erst nach erfolgreichen Unternehmensverkäufen am Ende der Fondslaufzeit wieder an Sie ausgeschüttet wird.
Warum weisen Private-Equity-Fonds in den ersten Jahren oft negative Renditen auf? Dieses Phänomen wird als J-Kurve bezeichnet und entsteht, weil am Anfang Verwaltungsgebühren und Investitionskosten anfallen, während gewinnbringende Verkäufe von Unternehmensanteilen (Exits) erst in der zweiten Hälfte der Fondslaufzeit realisiert werden.
Welches Risiko trage ich als Anleger bei einer solchen Beteiligung? Neben der hohen Illiquidität besteht ein unternehmerisches Risiko, das bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals führen kann, insbesondere bei stark kreditfinanzierten Übernahmen (Leveraged Buyouts) oder Investitionen in junge Start-ups (Venture Capital).
Ab welcher Summe kann ich heute in Private Equity investieren? Während der direkte Zugang früher meist mindestens eine Million Euro voraussetzte, ermöglichen moderne, indirekte Anlagevehikel wie ELTIFs oder Dachfonds Privatanlegern den Einstieg heute bereits ab einigen Tausend Euro – allerdings sollte hierbei stets auf die Nebenkosten geachtet werden.
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